{"id":1363,"date":"2016-04-01T01:00:43","date_gmt":"2016-03-31T23:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zahnklinik-essen.de\/de\/?page_id=1363"},"modified":"2024-01-18T11:52:12","modified_gmt":"2024-01-18T10:52:12","slug":"periimplantitis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dentalzentrum-essen.de\/de\/periimplantitis\/","title":{"rendered":"Periimplantitis"},"content":{"rendered":"<h2>Zugegeben: Es gibt verschiedene m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr die Entstehung einer Periimplantitis, einer Entz\u00fcndungskrankheit am Implantatbett, die schnellstm\u00f6glich professionell behandelt werden muss. Die Hauptursachen aber liegen in mangelnder Mundhygiene und unsachgem\u00e4\u00dfem Einsatz des Implantats. Deshalb sollten Patient*innen sich von Beginn an nur ausgewiesenen Expert*innen der Implantologie anvertrauen und ganz offen zum Beispiel nach der Anzahl der j\u00e4hrlich eingesetzten Implantate fragen. Diese Zahl sollte bestenfalls dreistellig sein.<\/h2>\n<h3>Die Periimplantitis hat \u00c4hnlichkeiten mit der Parodontitis<\/h3>\n<p>Ganz \u00e4hnlich wie bei der Parodontitis, einer gef\u00e4hrlichen, durch Bakterien verursachten Infektionskrankheit, sorgen vor allem Plaqueablagerungen rund um Implantate f\u00fcr m\u00f6gliche Entz\u00fcndungen. Wo sich durch mangelnde Mundhygiene Plaque festsetzen kann, greifen bald unterschiedliche Keime das Gewebe an. Je st\u00e4rker die Plaqueschicht wird, desto aggressiver wirken die Keime zun\u00e4chst auf die dort vorhandene Schleimhaut.<\/p>\n<p>Entz\u00fcndet sich die Schleimhaut schlie\u00dflich, sprechen wir von einer \u201eMukositis\u201c. Sie ist der Wegbereiter einer m\u00f6glichen Periimplantitis und schw\u00e4cht das Zahngewebe durch eine geringere Durchblutung \u2013 die Abwehrkr\u00e4fte in diesem Bereich beginnen zu schwinden. Wird diese Situation nicht erkannt und behandelt, sind die Keime bald in der Lage, nicht nur die Schleimhaut rund um das Implantatbett zu entz\u00fcnden, sondern auch tiefergehend den Kieferknochen anzugreifen. Eine Periimplantitis entsteht. Das T\u00fcckische an dieser Entwicklung ist, dass die Erkrankung durchaus auch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg schmerzfrei verlaufen kann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bei einer Mukositis eine mechanische Reinigung bereits Abhilfe schaffen kann, muss eine Periimplantitis stets chirurgisch behandelt werden.<\/p>\n<h3>Gute Erfolgsaussichten auch bei der Therapie der Periimplantitis<\/h3>\n<p>Zwar gibt es in der Zahnmedizin f\u00fcr die Periimplantitis bisher noch keine vereinheitlichte Therapie oder konzeptionelle Standards. Auch bieten nur wenige Oralchirurg*innen und Implantolog*innen in Deutschland eine Periimplantitistherapie und die Revisionsimplantologie an. Das Dentalzentrum Essen tut dies aus gutem Grund jedoch sehr wohl.<\/p>\n<p>Denn es gibt auch gute Nachricht f\u00fcr Sie: Obwohl die Therapie einer Periimplantitis komplex ist, sind die Behandlungsaussichten durchaus vielversprechend! Im Dentalzentrum Essen bieten wir Ihnen deshalb eine umfassende Beratung zum Thema und auch die Behandlung von Misserfolgen in der Implantologie an.<\/p>\n<aside class=\"infobox\">Nutzen Sie dazu unsere Implantatsprechstunde! Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Termin: +49201280270.<\/aside>\n<h3>Nicht nur die aktive Mundhygiene spielt eine Rolle, sondern auch die Hygienef\u00e4higkeit des ausgew\u00e4hlten Implantats<\/h3>\n<p>Auch ganz ohne Implantat ist jede*r Patient*in in h\u00f6chstem Ma\u00dfe selbst verpflichtet, mit regelm\u00e4\u00dfigem und richtigem Z\u00e4hneputzen, der Verwendung von Zahnseide oder anderer Hilfsmittel und mit handels\u00fcblichen Zahnsp\u00fclungen f\u00fcr eine optimale Mundhygiene zu sorgen.<\/p>\n<aside class=\"infobox\">Dass dies zwar eine gute Grundlage f\u00fcr Zahngesundheit ist, aber allein leider nicht ausreicht, wissen wir l\u00e4ngst. Denn wie gr\u00fcndlich auch immer ein*e Patient*in Mundhygiene betreibt, wird es trotzdem immer Stellen geben, die einer eigenen Reinigung nicht zug\u00e4nglich sind. Hier ist also professionelle Hilfestellung und der Einsatz besonderer Instrumente im Rahmen der Prophylaxe notwendig, um die Mundhygiene zu perfektionieren. Aus diesem Grund lassen verantwortungsvolle Patient*innen eine regelm\u00e4\u00dfige Prophylaxe durchf\u00fchren. <\/aside>\n<p>Im Bereich der Implantologie stellt sich die Situation so dar, dass Implantate ganz unterschiedlich aufgebaut sein k\u00f6nnen und l\u00e4ngst nicht alle gleich gut zu reinigen sind. Auf das fest im Kieferknochen verankerte Implantat wird die sichtbare Zahnkrone aufgesetzt. Letztere wird in der Zahnmedizin als Suprakonstruktion bezeichnet. Deren Aufbau kann erhebliche Auswirkungen auf die Beg\u00fcnstigung einer Periimplantitis haben. Allerkleinste Bewegungen innerhalb dieser Konstruktion ebenso wie m\u00f6gliche Spannungen innerhalb des Materials verursachen bei manchen Implantaten Probleme. Besonders bei einigen zusammengesetzten Implantaten ist gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit gefordert. Denn diese bilden Hohlr\u00e4ume aus, in die sich Keime einlagern. F\u00fcr Patien*innen ist es dann geradezu unm\u00f6glich, diese kaum zug\u00e4nglichen Stellen selbst ad\u00e4quat zu reinigen. Je geringer also die Hygienef\u00e4higkeit der Zahnkrone ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr einer Mukositis mit anschlie\u00dfender Periimplantitis.<\/p>\n<h3>Echte Expert*innen sind die beste Waffe gegen Periimplantitis<\/h3>\n<p>Um Behandlungsfehler bei Implantaten von Anfang an so weit wie nur m\u00f6glich ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, sollten Patienten bei chirurgischen Eingriffen in der Mundh\u00f6hle nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Gerade beim Einsatz von Implantaten gilt es, sich ausgewiesenen Expert*innen anzuvertrauen.<\/p>\n<p>Die Spezialist*innen im Dentalzentrum Essen sind solche Expert*innen: Sie verf\u00fcgen nicht nur \u00fcber das notwendige Wissen, sondern auch \u00fcber die langj\u00e4hrige Erfahrung auf Basis von \u00fcber 2.000 eingesetzten Implantaten pro Jahr.<\/p>\n<p>Deshalb k\u00f6nnen wir ausschlie\u00dfen, dass zum Beispiel Teile des Kieferknochens oder des Zahnfleisches, an dem das Implantat eingesetzt wird, in Mitleidenschaft gezogen werden. Dieser Bereich, also das Implantatbett, kann zum Beispiel durch die Aus\u00fcbung eines zu hohen Drucks beim Einsetzen gesch\u00e4digt werden, durch den der Knochen traumatisiert wird. Deshalb kommt zum Beispiel der richtigen Auswahl des Drehmoments beim Verschrauben des Einsatzes im Kieferknochen eine sehr wichtige Rolle zu.<\/p>\n<p>Aber nicht nur mechanisch bedingte Verletzungen sind m\u00f6glich. Auch eine thermische \u00dcberlastung sch\u00e4digt das Knochengewebe und beg\u00fcnstigt so eine Periimplantitis. Ebenso kommen auch Fehlpositionierungen von Implantaten als Verursacher einer Periimplantitis infrage und nicht zuletzt k\u00f6nnen auch R\u00fcckst\u00e4nde des verwendeten Befestigungszements, mit dem Zahnkrone und Implantat verbunden werden, Entz\u00fcndungsreize ausl\u00f6sen.<\/p>\n<h3>Weitere Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Periimplantitis<\/h3>\n<p>Genetisch bedingte Anf\u00e4lligkeiten f\u00fcr die Ausbildung von Krankheiten (sogenannte Pr\u00e4dispositionen) sowie Vorerkrankungen und individuelle Verhaltensweisen k\u00f6nnen eine Periimplatitis ebenfalls beg\u00fcnstigen. Zu nennen sind hier beispielsweise Diabetes, Osteoporose, Bestrahlung und auch der Konsum von Nikotin.<\/p>\n<h3>Periimplantitis erkennen und behandeln<\/h3>\n<p>Um eine klare Diagnose stellen zu k\u00f6nnen, werden zumeist Parodontalsonden genutzt und R\u00f6ntgenaufnahmen in Form von Zahnfilmen eingesetzt, die eine Detailaufnahme des zu behandelnden Bereichs erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Nach der Reinigung des Implantats begegnet die Therapie einem bereits erfolgten Knochenabbau systematisch durch entsprechende Knochenaufbauverfahren. Sollte sich so noch kein Erfolg einstellen, muss in manchen F\u00e4llen als letztes Mittel auch das Implantat zun\u00e4chst entfernt werden. Nach einer Wartezeit von mehreren Monaten kann dann erneut ein Implantat gesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben: Es gibt verschiedene m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr die Entstehung einer Periimplantitis, einer Entz\u00fcndungskrankheit am Implantatbett, die schnellstm\u00f6glich professionell behandelt werden muss. Die Hauptursachen aber liegen in mangelnder Mundhygiene und unsachgem\u00e4\u00dfem Einsatz des Implantats. 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